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SV Arminia Vechelde von 1921 e.V.
SV Arminia Vechelde von 1921 e.V.

Arminia Vechelde

Vereinsarchiv

Archivbild des SV Arminia Vechelde

Archiv

Anekdoten

In über 100 Jahren Arminia Vechelde gab es viele Kuriositäten, seltsame Ereignisse und besondere Erlebnisse.

Einige dieser Geschichten sind hier gesammelt. Es gibt aber sicherlich noch viele, viele mehr.

Fußball Geschichten vom Platz, aus der Kabine und von besonderen Spielen.
Tischtennis Erinnerungen aus der Abteilung und von Auswärtsspielen.
Vereinsleben Kleine Begebenheiten, die Arminias Geschichte lebendig machen.

Kurioses und Erinnerungen

Aus dem Vereinsarchiv

Tarzan und die Pfütze im Mittelkreis

Bei einem Knabenpokalspiel in Timmerlah hatte es vorher stark geregnet. Im Mittelkreis stand das Wasser knöchelhoch. Tarzan Marek machte sein erstes Spiel für Arminia und bekam die Aufgabe, den Mittelkreis frei zu halten. Jedes Mal, wenn der Ball in die Pfütze flog, war er zur Stelle und beförderte ihn mit riesigen Wasserfontänen wieder aus seinem Gebiet. Tarzan war sicherlich der Garant für den Sieg.

Die B-Jugend aus Denstorf

In den Sechzigerjahren gab es bei Arminia keine feste B-Jugend. Für Pokalspiele wurde dennoch eine Mannschaft gestellt. Nach einem schweren Spiel in Denstorf und einem hartnäckigen Werben von Kurt Pollok wechselten mehrere Denstorfer Jugendliche nach Vechelde. Walter Anderweit, Paule Erfurt, Friedel Neddermeyer, Zosse Unbehau, Riese Sanner und weitere wurden wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Jugend.

Der Nachschuss durchs Außennetz

Bei einem Pokalspiel der B-Jugend in Rotemühle führte Arminia zur Halbzeit sicher mit 3:0. Hommi Oschmann traf aus kurzer Entfernung nur das Außennetz. Weil der Ball durch ein Loch im Netz wieder ins Feld sprang, schoss er ihn aus Wut erneut ins Tor. Zur Überraschung aller entschied der Schiedsrichter auf Tor, denn der „Nachschuss“ war ja drin.

Helgo Jägers Kunstschuss

Im Endspiel dieser Pokalserie in Bodenstedt traf Arminia auf den TSV Sierße/Wahle. Nach einem Rückstand gelang kurz nach der Pause der Ausgleich. Den Treffer zum 2:1-Pokalsieg erzielte Helgo Jäger mit einem Schuss von der Mittellinie. Bei der Siegesfeier erklärte er trocken, dass er einfach mal draufgehalten habe, weil der Torwart weit vor dem Tor stand.

Sodom und Gomolla

Ein für seine Motivationskünste bekannter Vechelder Trainer analysierte eine Niederlage mit den Worten: „Männer, in der Hintermannschaft sah es zwar aus wie Sodom und Gomolla, aber trotzdem schmeißen wir das Gewehr nicht ins Getreide!“

Der verschwundene Mittelstürmer

Vor einem Punktspiel der 1. Herren in Flechttorf gab es Aufstellungsprobleme. Ein Ersatzmann aus dem Mannschaftsumfeld spielte als Mittelstürmer ordentlich mit, war dann aber plötzlich verschwunden. Nach rund 15 Minuten brach im angrenzenden Wald das Unterholz, und der Mittelstürmer griff wesentlich erleichtert wieder ins Spielgeschehen ein.

Der Trikotkoffer hinter dem Bühnenvorhang

Bei der 2. Herren war der Koffer mit den Trikots verschwunden. Alle Nachforschungen blieben erfolglos. Erst nach etwa einem halben Jahr fand Vereinswirt Fritz Geldmacher bei den Vorbereitungen zum Karnevalsvergnügen hinter dem Bühnenvorhang einen Koffer mit herrlich schmutzigen und noch schweißnassen Trikots.

„Ich bin Grzyb!“

Bei einem Punktspiel in Waggum kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung der Trainer. Waggums Trainer stellte sich vor Hänschen Wilhelms auf und sagte: „Ich bin Grzyb!“ Hänschen antwortete: „Kenn ich nicht.“ Auch der Hinweis auf Wolfgang Grzyb von Eintracht Braunschweig half nicht: „Nie gehört.“ Danach drehte sich Grzyb wortlos um.

Ferdi Adam und der Einwurf

Das leider viel zu früh verstorbene Arminen-Original Ferdi Adam hatte kriegsbedingt nur noch einen Arm. In einem Einlagespiel bekam seine Mannschaft einen Einwurf zugesprochen. Ferdi warf mit einer Hand ein. Als der Schiedsrichter „Falscher Einwurf“ pfiff, empörte er sich: „Wieso denn? Ich bin doch hinter der Linie gewesen!“

Die vergessene Unterhose

Nach einem Spiel in Lebenstedt fragte Toni Endlich bei der ersten Runde Bier, wer denn heute seine Unterhose vergessen habe. Nach kurzer Unterbrechung rief „Kopi“ auf Platt: „Ich hebbe ja keine an!“ Die Größe der Hose ließ übrigens auch keinen anderen Besitzer zu.

Fußballtaschen in Braunschweig

„Käse“ Dehnst und Jurassek mussten vor dem Spiel gegen Germania Wolfenbüttel noch in Braunschweig in die Spielhalle. Sie bekamen gerade noch den Bus, vergaßen aber in der Eile ihre Fußballtaschen. Der Platz war matschig, beide wurden in Halbschuhen auf Außen gestellt. Vechelde verlor 1:11.

Mit acht Mann gespielt

Nach einem Tischtennisspiel wurde gefachsimpelt. Der Gegner erzählte, dass sie mehrere Spiele mit sieben Mann gemacht hätten. Ein Vechelder verblüffte daraufhin die gegnerische Mannschaft mit: „Wir haben jahrelang mit acht Mann gespielt!“ Gemeint war der langjährige Aktive Eckhard Achtmann.

Die Tasche aus dem Fenster

Ein Spieler durfte bis ins Erwachsenenalter nicht Fußball spielen. Er löste das Problem mit einem Trick: Fußballtasche aus dem Fenster werfen oder vorher im Gebüsch verstecken, mit unschuldiger Miene aus der Tür gehen, Tasche holen und ab zum Sportplatz.

Bahn frei für Arminia Vechelde

In der Frühzeit der Tischtennisabteilung stand der 1. Mannschaft für ein Punktspiel in Woltorf kein Auto zur Verfügung. Weil hoher Schnee lag, war auch eine Anreise per Fahrrad nicht möglich. Also ging man nach dem Motto „Bahn frei für Arminia Vechelde“ auf den Bahnschienen nach Woltorf.

Barfuß in der kalten Halle

In den 60er- und 70er-Jahren hatte die 1. Tischtennisherren mit Rainer Ising, Karl-Heinz Scheinhütte, Günter Kahlmann und Hansi Weich vier Spieler, die ständig barfuß spielten. Bei einem Punktspiel in Oker war bei Frostwetter die Turnhallenheizung defekt. Die Okeraner hatten diesen Naturburschen auch spielerisch nichts entgegenzusetzen.

Der Ordner aus der Tasche

Auch nach seiner Fußballkarriere ging Sportkamerad F. N. handgreiflichen Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg. Wenn auf dem Sportplatz gegnerische Fans zu beruhigen waren, zauberte er blitzschnell seine Armbinde mit der Aufschrift „Ordner“ aus der Tasche und konnte im „öffentlichen Interesse“ zulangen.

„Geht nur in den Strafraum“

War der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen, sprang F. M. bereitwillig als Unparteiischer ein. Dabei schanzte er den Vechelder Mannschaften reichlich Punkte zu. Seine Methoden: je nach Spielstand zu früh oder zu spät abpfeifen und der Satz „Geht nur in den Strafraum, den Rest mach ich!“

Käsekuchen in Königslutter

Die Vechelder Tischtennisspieler wurden vor Auswärtsspielen in Königslutter regelmäßig von Monika und Heinz Staschok zum Käsekuchenessen eingeladen. Das förderte die Kameradschaft, minderte aber offenbar die Leistungsfähigkeit. Rekordmengen schaffte Rainer Ising, der dort regelmäßig „Käse“ spielte.

„Aua meine Säcke“

Während eines Fußballspiels der 2. F-Jugend gegen Edemissen bekam Steffen K. einen Ball in den Unterleib. Mit schmerzverzerrtem Gesicht fasste er sich an die Turnhose und sagte: „Aua meine Säcke.“

Dino und die Nordsee

Bei einer Vereinsfahrt nach Niebüll wurde auch Husum besucht. Dino stand am Hafenbecken und verstand nicht, warum so viel Wasser weg war. Bomber erklärte, dass man schon wieder Wasser nachfülle. Als die Gruppe später zurückkam und das Wasser wieder da war, freute sich Dino: „Bomber, du haben Recht, ganzes Wasser wieder da.“

Alte Herren

Kritische Anmerkung zu einem Spiel der Alten Herren

Zu einem Spiel, das nicht wie jedes andere war, gab es besondere Aufstellungsprobleme. Diesmal reichte es kaum für eine Mannschaft, und die Entschuldigungen waren abenteuerlich: Schonzeit, Valentinstag, Korth-Jacken, seelische Tiefs, Wochenendausflüge, verschwundene Brillen, Werbeaufnahmen, Hunde ohne Betreuung, Theaterbesuche und chronische Beschwerden.

Trotz aller Widrigkeiten wurde am Ende doch noch eine Mannschaft zusammengekratzt. Spielerisch lief wenig zusammen, die Stimmung war gereizt, und selbst Ball, Platz und Flutlicht wurden kritisch beäugt. Nach der Halbzeitpause besserte sich die Lage, und nach einem langen „Brennerpass“ konnte der Lange Gandhi das glückliche 1:0 erzielen.

Der knappe Vorsprung wurde mit Defensivtaktik gehalten. Als der Schlusspfiff ertönte, war die Freude groß. Man war sich einig, dass dieser Sieg gebührend gefeiert werden musste.

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