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SV Arminia Vechelde von 1921 e.V.
SV Arminia Vechelde von 1921 e.V.

Arminia Vechelde

Vereinsarchiv

Pokale des Auecups beim SV Arminia Vechelde

Archiv

Auecup Arminia Vechelde

Seit vielen Jahren veranstaltet Arminia zu Pfingsten den Auecup.

Hintergrund des Turniers ist es, die Menschen zusammen zu bringen. Dies spiegelt sich maßgeblich in der Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes wider.

Pfingsten Traditioneller Termin für den Auecup in Vechelde.
Juxturnier Vereine, Organisationen und Firmen aus dem Ort stehen gemeinsam auf dem Platz.
Fairness Der Fairness-Pokal ist beim Auecup eine besondere Auszeichnung.

Turniergeschichte

Menschen zusammenbringen

Hier spielen nämlich nicht wie üblich Fußballer das Turnier, sondern Vereine, Organisationen und Firmen des Ortes, die mit Fußball sonst aktiv wenig zu tun haben. Mitgespielt haben unter anderem MGV Liedertafel, Freizeitkicker, Volksbank, Freiwillige Feuerwehr, Arminia-Tischtennis, Junggesellschaft Vechelde, Badmintonabteilung MTV, Handballabteilung MTV, Volleyballabteilung MTV, Dart-Team, Angelsportverein und viele mehr.

Viele Teams geben sich fröhliche Fantasienamen, zum Beispiel Aue-Ratten, Dynamo Tresen oder deine-mutter.com.

Die Kicker versuchen, sich publikumswirksam im Fußball, im 9er-Schießen, im Penalty-Kick und im Spatendrehen in Szene zu setzen. Im Anschluss an das Turnier beginnt ab 19 Uhr der musikalische Part: das Arminia-Openair. Hier finden sich die Arminen, Turnierteilnehmer und, je nachdem welche Gruppen auftreten, auch gern gesehene Gäste. Manchmal läuft auch nur Partymusik vom Band.

Veranstalter ist die Jugendabteilung des SV Arminia Vechelde, unterstützt von professionellen Veranstaltungsmanagern für den Bereich des Konzertes. Arminia betreute zur Zeit der alten Archivfassung über 300 Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren in den Sportarten Fußball und Tischtennis plus diverse Schulkinder in den Fußball-AGs der Hauptschule, Realschule sowie des Gymnasiums in Vechelde. Die Betreuung wurde mit hohem zeitlichen Engagement von rund 60 ehrenamtlichen Betreuern geleistet.

Pokale

Um diese Pokale geht es

Von links: 1. Platz, 2. Platz, 3. Platz und Fairness-Pokal.

Der Fairness-Pokal wurde von Evelyn Kahn gestiftet und wird bei der Siegerehrung mit 50 Euro gefüllt der fairsten Mannschaft übergeben.

Es wird zwar die Platzierung ausgespielt und Wanderpokale werden überreicht, doch da der Auecup ein Juxturnier ist, wird der Fairness-Pokal von allen Teilnehmern als besondere Ehrung angesehen und gefeiert.

Natürlich bekommt jede Mannschaft eine Erinnerungsurkunde, die jedes Jahr von Manfred Koch liebevoll neu gestaltet wird. Er ist auch für die Berichte zuständig und für unzählige Bilder von den Mannschaften, Zuschauern, Organisatoren, Helfern und der Siegesfeier.

Aus der historischen Vorlage

Tan Tan Pingesei

Vor geraumer Zeit war es in Vechelde Brauch, dass die Konfirmanden am Pfingstsonntag mit dem Pfingstei durch den Ort zogen, um sich mit Getränken, Essen und Geld zu bereichern.

Das Pfingstei war ein Brettergestell, das mit Birkenzweigen verkleidet und mit ausgeblasenen Eiern dekoriert wurde. Die Burschen bildeten sich aus den Hauptkonfirmanden und waren mit einer Schärpe umhangen und einem Holzschwert bewaffnet.

Sie zogen von Haus zu Haus und baten die Einwohner um eine „reiche“ Gabe. Bevorzugt war natürlich Geld, das man hinterher unter sich aufteilte. Gerade von den Alteingesessenen gab es aber auch Lebensmittel wie Eier, Mettwurst, Schinken, Speck und natürlich Getränke. Die brauchten die Jungs auch, da ihr Gesang für eine trockene Kehle sorgte.

Die Spende gab es natürlich nur, wenn vorher ein Lied gesungen wurde, und die Höhe des Geldbetrages hing sehr stark von den Sangeskünsten ab.

Am schwersten hatte es der im Pfingstei befindliche Träger. Nicht nur, dass er das Gestell allein durch die Gegend schleppen musste, nein, er war auch allein für den letzten Teil der Darbietung zuständig. Nach der Aufzählung musste er seinen Text laut, schnell und verständlich ausrufen.

Dieser Spaß dauerte von früh morgens bis zum späten Nachmittag, und nicht selten wurde dabei von den Konfirmanden vergessen, den Gottesdienst zu besuchen. Das Schwänzen und die Tatsache, dass es sich um ein heidnisches Brauchtum handelt, gefiel dem Pfarrer überhaupt nicht.

Nach dem Umzug wurden die Gaben beim Eierbraten verzehrt, und auch die eine oder andere Mark wanderte in den Geldbeutel der Pfingsteitruppe.

Historisches Bild zum Pfingstei-Brauch in Vechelde

Liedtext

Der Liedtext

Auf einem hohen Berge, da wohnt ein reicher Herre,
der hält sein Geld in Ehren, der kann uns mal was geben
- was Gutes geben.

Der Gute gibt uns allen was, damit wir reicher werden.
Der Herr der stieg die Trepp hinauf und sagt, das hätt die Katz getan.
Der Herr der hat gelogen, die Katz die war betrogen.

Steijet up dän Weim, snei‘et dicke Scheib‘n,
Stücke von ne Schinken, könn we mal wat trinken,
Stücke fife Tane, magt die Nester rane.

Einer, zweier, dreier, vierer, fünfer, sechser, siebner, achter, neuner.

Tan, tan Pingesei, Pingesei will ok ‘n Ei,
um ‘n halben Gulden Geld, trecket übers Feld,
um ‘n Stücke Wurst, pack dick an‘n Tost,
um ‘n Stücke Speck, steck die Näse nicht in‘n Dreck,
wird se smärig.

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