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SV Arminia Vechelde von 1921 e.V.
SV Arminia Vechelde von 1921 e.V.

Arminia Vechelde

Vereinschronik

Chronik

Chronik 1970–1979

Die 1970er Jahre waren von Erfolgen im Jugend- und Herrenfußball, neuen Sportangeboten und großem ehrenamtlichem Engagement geprägt. Neben sportlichen Höhepunkten gehörte auch ein tragischer Unglücksfall zur Vereinsgeschichte dieses Jahrzehnts.

1970

A-Jugend gewinnt Meisterschaft und Pokal

Die kontinuierliche Arbeit in der Jugendabteilung trug 1970 Früchte: Die A-Jugend gewann sowohl die Kreismeisterschaft als auch den Pokal.

1970: A-Jugend, Kreis- und Pokalmeister.
Hintere Reihe: Betreuer H. Rieke, H.-W. Pollok, H.-J. Korth, B. Kirchner, H.-J. Morawek, B. Heike, H.-G. Erfurt, F. Neddermeier, Oschmann und K. Pollok. Vordere Reihe: Schmalowski, H. Novin, Hähnie, Boegershausen, Munte und W. Anderweit.

1971

Rückkehr auf die Bezirksebene

Nach dem Abstieg im Jahr 1968 führte Trainer Hans Wilhelm die 1. Herren 1971 zurück in den Bezirk. Mit nur einer Unterbrechung sollte Arminia dieser Spielklasse anschließend 24 Jahre lang angehören.

1971: 1. Herren, Meister der Kreisklasse S.
Hintere Reihe von links: Sievers, Koparniarz, Vopel, Hoffmann, Loster, Anderweit, Brendel, Metzing und Wilhelm. Vordere Reihe: Kasch, Endlich, Matthies, Pollok, Morawek, Kahn und Jankowski.

Zur Feier des Aufstiegs reiste die Mannschaft nach Rüdesheim am Rhein. Während einer Dampferfahrt kam die Vechelder Gruppe mit amerikanischen Gästen ins Gespräch und feierte den sportlichen Erfolg gemeinsam.

1971: Dampferfahrt auf dem Rhein.
Von links: Hans Wilhelm, Bernd Kasch und Inge, Helga Koparniarz, Horst Koparniarz, Traudel Sievers, Jürgen Sievers, Hermann Jankowski und Ali Pabel. Vorn: Dieter Matthies, Rüdiger Kahn und Walter Anderweit.

1974

Wechsel zum Kreissportbund Peine

Von 1946 bis 1974 gehörte der Verein dem Kreissportbund Braunschweig-Land an. Nach der Auflösung des Landkreises Braunschweig im Zuge der Kreis- und Verwaltungsreform wurde Arminia zusammen mit etwa 20 weiteren Vereinen dem Landkreis Peine zugeordnet.

Durch die Einordnung des Landkreises Gifhorn und der Stadt Wolfsburg in den Regierungsbezirk Braunschweig kamen neue sportliche Gegner hinzu. Auswärtsfahrten führten die Mannschaften nun häufiger in Richtung Heide.

Ehrenamt

Klaus Endlich prägt die Fußballabteilung

Dreh- und Angelpunkt der Fußballabteilung war in diesen Jahren Klaus Endlich, der von 1968 bis 1991 als Fußballobmann wirkte.

Klaus Endlich (links) mit dem NFV-Kreisvorsitzenden Karl-Ludwig Walkening.

Klaus Endlich erwarb sich besondere Verdienste um den Verein. Neben seiner Tätigkeit als Fußballobmann arbeitete er mehr als 25 Jahre als Beitragskassierer und holte die fälligen Beiträge bei Hausbesuchen persönlich ab.

Darüber hinaus führte er lückenlose Statistiken über Spiele und Tabellenstände. Diese Aufzeichnungen machten viele spätere Ehrungen und Auszeichnungen verdienter Spieler erst möglich. Damit wurde er zum lebenden Lexikon des Vereins.

1973: Herrenmannschaft in Wuppertal.
Hinten von links: H. Jankowski, Matthies, Kahn, Heike, Sanner, Anderweit, Jäger, Loster und Endlich. Vorn von links: Schmalowski, Schubert, G. Korth, R. Jankowski und Brendel.

Herbert Rieke, Siegfried Dinter, Hansi Pollok und Hans Wilkens engagierten sich ebenfalls intensiv in der Jugendarbeit. Sie formten Mannschaften, deren Spieler die 1. Herren in den folgenden Jahrzehnten erfolgreich auf Bezirksebene etablierten.

In den 1970er Jahren wurde zudem die Grundlage dafür geschaffen, dass Arminia in den 1980er Jahren vier gut besetzte Herrenmannschaften stellen konnte. Auch die spätere Dominanz der Alten Herren in der Kreisliga hatte hier ihren Ursprung.

1000 Jahre Vechelde – 1973

Arminia feiert mit der Gemeinde

Im Jahr 1973 feierte Vechelde sein 1000-jähriges Bestehen. Der SV Arminia beteiligte sich mit einem eigenen Festwagen an den Feierlichkeiten.

1973: Festwagen des SV Arminia anlässlich der 1000-Jahr-Feier Vecheldes.
„König Fußball“: „Tarzan“ A. Marek, U. Rieke, M. Pelzer und A. Gebhard.

Im Rahmen des Jubiläums trat Arminia zu einem Freundschaftsspiel gegen die Erstligamannschaft von Eintracht Braunschweig an. Nationaltorwart Bernd Franke spielte auf der ungewohnten Position als Linksaußen und erzielte drei Tore. Die Vechelder Mannschaft schlug sich beachtlich und unterlag mit 3:7.

1973: Freundschaftsspiel SV Arminia Vechelde gegen Eintracht Braunschweig.
Vechelde von links: Matthies, Kasch, H. Novin, Neddermeier, Behse, Erfurt, B. Heike, D. Brendel, B. Kirchner, Oschmann und Anderweit. Braunschweig von links: Gerwin, Hoinza, Dudda, Franke, Dremmler, Michaelsen, Bründel, Ondera, Haun, Bartels und Hellfritz.

Vereinsleben 1973

Ein Ritual nach dem Spiel

Manche Rituale überdauern Generationen. Schon damals gehörte es zu den ersten Handgriffen nach dem Spiel, die Fußballstutzen abzulegen. Schienbeinschoner waren zu dieser Zeit noch nicht üblich. Ein Mannschaftsbild der Alten Herren nach einem Pokalturnier in Bülten hielt diesen Moment fest.

1973: Alte Herren nach einem Pokalturnier in Bülten.
Oben: Fischer, Zawarti, Kimmel, Marek, Korth, Ludwig, Uwe – Sohn von Zappy Phillips, F. Niehoff sowie Junior und Senior Schleußner. Mitte: D. Niehoff, Wenzel, Sievers und Vollmer. Unten: Zappy Phillips, Heiligentag, Dinter und Koparniarz.

1977

Gründung einer Frauenfußballmannschaft

Mit Unterstützung von Rainer Morawek, Siegfried Dinter und Hans-Joachim Wilkens wurde 1977 eine Frauenfußballmannschaft gegründet. Sie trat zunächst unter dem Namen Arminia und später als Spielgemeinschaft mit Groß Lafferde über viele Jahre erfolgreich im Punktspielbetrieb an.

1979

Ehrung verdienter Arminen

1979: Ehrung verdienter Arminen.
Stehend von links: 2. Vorsitzender Walter Anderweit, Hans Wilkens, Hansi Pollok, Rainer Morawek, Rainer Ising und 1. Vorsitzender Hans-Adolf Depner. Sitzend von links: Gustav Schwok, Walter Witzel und Friedrich Puikys.

Neue Sportangebote

Karate, Schach, Badminton und Tennis

Vorübergehend gehörten auch Karate und Schach zum Sportangebot des Vereins.

Im Frühherbst 1979 trafen sich MTV-Sportwart Rudi Kranz und Arminias 1. Vorsitzender Hans-Adolf Depner bei Holger Haars, um die Gründung einer Badmintonabteilung in Vechelde zu besprechen. Beide Vereine beschlossen erstmals eine gemeinsame Abteilung zu bilden. Damit begann der Badmintonsport in Vechelde.

Die neue Sparte hieß zunächst MTV/Arminia Vechelde und wurde später in BSG Vechelde umbenannt. Holger Haars übernahm die Abteilungsleitung für den MTV, Wolfgang Ponwitz für den SV Arminia. Die Mannschaft stieg sportlich von der 3. Kreisklasse bis in die Verbandsklasse auf.

Seit 1976 konnte auf dem für die Handballer geschaffenen Hartplatz auch Tennis gespielt werden. Die erste Spielfläche reichte für das große Interesse jedoch bald nicht mehr aus. Deshalb wurden mit der Gemeinde Vechelde Gespräche über eine Erweiterung aufgenommen.

Gedenken

Erinnerung an Friedrich „Naucke“ Niehoff

Am 1. März 1979 verunglückte Arminias Sportkamerad Friedrich „Naucke“ Niehoff bei den Umbauarbeiten am Eintracht-Stadion in Braunschweig tödlich. Bei Abbrucharbeiten an der alten Haupttribüne stürzte ein Träger auf den von ihm geführten Bagger.

1979: Einsturz des Tribünendachs beim Umbau des Eintracht-Stadions.

Naucke Niehoff hinterließ seine Frau und sechs Kinder. Sein Sohn Karl-Heinz Niehoff spielte viele Jahre für Arminia in der Jugend und im Herrenbereich.

1979: Spielerpass von Friedrich „Naucke“ Niehoff.

Zu seinem Gedenken trat 1980 die damalige Altherrenmannschaft gegen ältere Mannschaftskameraden an, die zuvor gemeinsam mit Naucke gespielt hatten.

1979/1980: Altherrenspiel im Gedenken an Naucke Niehoff.
Stehend: Lisker, Reihers, Marek, Loster, Schoske, Depner (gebückt), Wagner, Schaare, Schiffner, R. Jankowski, Sievers, Philipps, Mielke, Meyerding und Koparniarz. Sitzend: Margalle, Ludwig, Wenzel, Dinter, Ehlers, H. Jankowski und D. Niehoff.